Nachwirkung der Substanzen
Die als Antilausmittel eingesetzten Substanzen haben auch nach dem Auswaschen aus dem Haar verschieden lang anhaltende Nachwirkungen. Eine gewisse Konzentration des Wirkstoffs bleibt also zurück. Diese nimmt aber relativ rasch ab und ist je nach Produkt nach spätestens wenigen Tagen vernachlässigbar.
Gewisse Hersteller und Anbieter von Antilausmittel setzen diese Nachwirkung therapeutisch oder gar vorsorglich ein:
die Nachwirkung soll auch noch nach der Behandlung geschlüpfte junge Läuse töten.
die verbleibende Konzentration nach dem Auswaschen soll vor einer eventuellen Ansteckung schützen.
Das Problem bei diesem Gedankengang ist, dass die rasch sinkende Konzentration des Wirkstoffs:
auch eine nur ungenügende Wirkung nach sich zieht und...
die sinkende Konzentration für frisch geschlüpfte oder neu übertragene Läuse die ideale Voraussetzung für die Herauszüchtung einer Resistenz darstellt.
Es ist also aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll, diese Nachwirkung aufrecht zu erhalten. Es ist sogar ratsam, diese zu unterbrechen! Dadurch wird der Erfolgchance der Therapie sogar verbessert und das Risiko von Nebenwirkungen vermindert!
Dies bedeutet, dass es auch während eines Behandlungszyklus mit Antilausmitteln das Baden in Chlorwasser, Haartrocknen, das Verwenden von Haarpflegeprodukten erlaubt ist.
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10 Oct 06