Schritt 1: Die korrekte Kontrolle

Hätten Sie gedacht, dass Kopflausbefall oft falsch beurteilt wird?

Tatsächlich hat sich gezeigt, dass auf der einen Seite ein Befall mit Kopfläusen oft verpasst wird, auf der anderen Seite aber auch viele Behandlungen durchgeführt werden, wo gar keine Läuse (mehr) vorhanden sind.

Bevor Sie also beginnen, Ihre Kinder oder andere Personen auf Kopflausbefall zu behandeln, müssen Sie Sich vergewissern, ob überhaupt Kopfläuse vorhanden sind. Wie dies am besten geschieht, erfahren Sie im Folgenden:

Wonach Sie suchen müssen, wie also Läuse und Nissen ausschauen, finden Sie hier.

Die zuverlässigsten Resultate bei einer Kontrolle des Kopfhaars auf Kopflausbefall erhält man durch eine Kontrolle mit einem Lauskamm im nassen und mit einer ganz normalen Haarspülung ("Haarbalsam, Haarpflegespülung, Conditionner" ua Bezeichnungen) gut eingeschmierten Haar. Ich nenne diese Methode hier:

Die Methode mit Lauskamm und Haarspülung (Pdf)

 

Diese Methode ist geeignet für eine einfache und zuverlässige Kontrolle und als Ergänzung zu jeder möglichen Behandlung. Die Methode wurde in England entwickelt (Bug Busting®) und mit vielen Studien dokumentiert, belegt und verbessert. Sie wird unterdessen weit verbreitet auf der ganzen Welt als wertvolle Ergänzung im Umgang mit Kopflausbefall eingesetzt. Sie dient vor allem der zuverlässigen Untersuchung auf Kopflausbefall, aber auch als erfolgreiche Unterstützung jeder gewählten Therapie.

Die Vorteile dieser Methode sind:

Welche Massnahmen auf das Resultat dieser Untersuchung folgen, lesen Sie weiter unten.

Aus persönlicher Erfahrung und aus Studienresultaten heraus empfehle ich Ihnen für diese Methode das Bug Buster Kit® aus England (Laus- und Nissenkämme). Auch andere Lauskämme können verwendet werden, vorausgesetzt diese vermögen auch die jungen Läuse vom Haarboden abzustreifen.

Daneben sind regelmässige Kontrollen nach dieser Methode (vorzugsweise einmal wöchentlich) gerade bei Schulkindern sinnvoll, da ein Kopflausbefall in den ersten 4 bis 6 Wochen keine Anzeichen wie zum Beispiel Juckreiz machen muss; sicherlich mit ein Grund, weshalb Kopflausbefall immer wieder lange nicht entdeckt wird und sich in dieser Zeit rasch und unbemerkt in Familien und Schulklassen ausbreiten kann.

Die traditionelle Untersuchung auf Kopflausbefall wird am trockenen Haar gemacht. Leider sind die Ergebnisse dieser Methode unbefriedigend und als Konsequenz kommt es zu vielen Fehldiagnosen. Man hat in Studien bemerkt, dass bis zur Hälfte der Fälle und mehr auf diese Art verpasst werden können und somit als "anonyme" Träger die Läuse weiter verteilen! (Lit: Mumcuoglu KY- 01; Ibarra J- 02; Pollack RJ- 2000). Eine Anleitung für diese "Trockenübung" finden Sie hier. Aber bitte halten Sie vor Augen: es ist wohl ein Anfang (zum Beispiel für Klassenkontrollen) in der Bekämpfung von Kopflausbefall, aber die  Resultate dieser Methode sind leider ungenau!

 

Die möglichen Resultate einer Untersuchung auf Kopflausbefall sind die folgenden:

  1. keine Läuse gefunden, keine Nissen

  2. nur Läuse vorhanden (eher frischer Befall)

  3. Läuse und Nissen vorhanden

  4. nur Nissen gefunden

Die entsprechenden Massnahmen sind:

Noch eine Anmerkung: Kopflausbefall wird vielfach überdiagnostiziert; das heisst, eine ganze Behandlung gemacht wird durchgeführt, obwohl keine Laus, aber vielleicht Nissen gefunden wurden. Wenn Sie sich unsicher fühlen, wenden Sie sich an jemanden, der Erfahrung mit Kopfläusen hat (Kinderarzt, Dermatologen, Hausarzt, Laustante etc.).

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10 Oct 06