Kann man sich vor Lausbefall schützen?

  

Vor Kopfläusen kann man sich nicht sicher schützen. Einige Regeln und Massnahmen verringern das Ansteckungs- und Ausbreitungsrisiko jedoch:

  1. Lange Haare zusammenbinden. Dies schützt sowohl vor einer weiteren Verbreitung als auch vor Ansteckung, da Läuse immer nur von Haar zu Haar klettern und auf diese Art auch einmal den Kopf wechseln können.

  2. Machen Sie regelmässige Kontrollen zur Gewohnheit! Achten Sie auf Läuse und Nissen. Wenden Sie dazu die Methode mit Lauskamm und Haarspülung an. Wichtig dabei ist auch die Qualität des verwendeten Lauskammes.

Durch regelmässige Kontrollen wird ein möglicher Befall früh entdeckt und eine Behandlung ist um ein Vielfaches einfacher. Eine grossflächige Verbreitung wird verhindert. Dies schützt alle Kinder; auch Ihr eigenes! Ideal ist es, wenn man dies einmal wöchentlich zum Beispiel im Anschluss an die übliche Haarwäsche macht. Aber auch einmal im Monat ist schon eine gute Tat.

Es gibt verschiedene Produkte auf dem Markt, die vor einer Ansteckung schützen sollen. Leider gibt es keine grundlegenden und kontrollierten Studien, die diese Wirkung wirklich wissenschaftlich belegen können. Eine Kopflaus hat nicht wirklich die Wahl, wo sie hingehen will (wie eine Steckmücke); sie landet auf einem Kopf oder nicht und hier heisst es für sie dann einfach "Überleben". Aber der Vorteil dieser Produkte kann eine schon alleine nervliche Beruhigung für eine "Laus- zerrüttete" Familie sein; und dies ist ja tatsächlich schon was wert... 

Eine vorbeugende Behandlung mit einem chem. Lausshampoo muss auf jeden Fall vermieden werden: Es hilft nicht, einen späteren Befall zu verhindern, ist eine unnötige Belastung von Körper und Umwelt mit Pestiziden; was wiederum die Entwicklung von Resistenzen bei den Parasiten fördert! Mit einem Lausmittel soll nur behandelt werden, wenn auch lebende Läuse gesehen wurden. Konsultieren Sie auch die Schwarze Liste.                       

  

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06 Jun 07